Für die Herstellung von kleinen Serien aus den verschiedensten keramischen Werkstoffen eignet sich das Verfahren des Vakuum-Heißgießens. Bauteile, die keine größeren Hinterschneidungen enthalten, mit Wandstärken bis 20mm und mit feinen, komplexen Strukturen ab 0,2 mm, können effizient hergestellt werden. Es kommen Wachs-Keramik-Mischungen zum Einsatz, die bei Temperaturen von 60-90 °C in vorgefertigte Silikon-Formen gegossen werden. Diese werden vorgeheizt, damit die Gießmasse nicht erstarrt, bevor die Kavität vollständig gefüllt ist.

Die Stärke des Verfahrens liegt darin, dass durch das Gießen unter Vakuum ein qualitativ hochwertiges Gefüge ohne Lufteinschlüsse entsteht. Die Oberflächen erreichen eine geringe Rauheit mit Ra < 2 µm. Ferner sind die schnelle Herstellung der Silikonformen und deren vergleichsweise geringe Kosten hervorzuheben.

Von unseren Kunden benötigen wir hierzu lediglich CAD-Daten für die Herstellung der Form. Die Daten werden entsprechend skaliert, um die Schwindung bei den nachfolgenden thermischen Prozessschritten auszugleichen. Hieraus wird eine Form hergestellt, die in aller Regel aus Kunststoff, in Einzelfällen aber auch aus Metall, bestehen kann. Besonders bewährt hat sich jedoch die Verwendung von elastischen Gießformen. Ein Urmodell wird dazu in Silikon abgegossen. Nach dem Aushärten können die Formen getrennt werden. Das Urmodell wird unbeschädigt entnommen und zurück bleibt die Negativ-Form aus zwei oder mehr Formteilen.