Der Vorteil des Niederdruckspritzgießens im Vergleich zum Vakuumheißgießen liegt in der Herstellungsgeschwindigkeit. Das Verfahren ist für kleine bis mittlere Stückzahlen geeignet. Die Formen können die gleichen sein, die auch beim Vakuum-Heißgießen zum Einsatz kommen. Somit sind hier die gleichen geometrischen Formgebungsmöglichkeiten gegeben.

Die Verarbeitung der Wachs-Keramik-Mischung geschieht hier bei einem Überdruck von 1-5 bar, ebenfalls bei 60 – 90 °C. Die Formen werden jedoch nicht vorgeheizt. Daher erkaltet der Formkörper schneller, die Formen können nach dem Gießen früher geöffnet werden, das Bauteil wird entnommen und die Form ist sofort wieder einsatzbereit.

Von unseren Kunden benötigen wir hierzu lediglich CAD-Daten für die Herstellung der Form. Die Daten werden entsprechend skaliert, um die Schwindung bei den nachfolgenden thermischen Prozessschritten auszugleichen. Hieraus wird eine Form hergestellt, die in aller Regel aus Kunststoff, in Einzelfällen aber auch aus Metall, bestehen kann. Besonders bewährt hat sich jedoch die Verwendung von elastischen Gießformen. Ein Urmodell wird dazu in Silikon abgegossen. Nach dem Aushärten können die Formen getrennt werden. Das Urmodell wird unbeschädigt entnommen – zurück bleibt die Negativ-Form aus zwei oder mehr Formteilen.