Tagung Keramik+ 2017 – Additive Fertigung keramischer Bauteilepdf-icon

Am 5.–6. Juli 2017 fand im City-Hotel Bonn/Meckenheim die von der WZR ceramic solutions GmbH organisierte Tagung Keramik+ statt. Hochkarätige Referenten sorgten dafür, dass das Auditorium bis auf den letzten Platz besetzt war. Die Vorträge befassten sich nicht nur mit dem Stand der Technik unterschiedlicher Additiver Verfahren in der Keramik, sondern beleuchteten auch die vor- und nachgeschalteten Prozesse, sowie das Umfeld aus juristischer Sicht und Aspekte des Arbeitsschutzes.
Lesen Sie den Bericht zur Tagung, veröffentlicht in der Keramischen Zeitschrift, Heft 5, August 2017.


Prüfkonzepte in der Additiven Fertigungpdf-icon

Autor: W. Kollenberg, WZR ceramic solutions GmbH, Rheinbach

Tagung Werkstoffprüfung 2016
1. und 2. Dezember 2016
Neu-Ulm


Herausgegeben von
Hans-Jürgen Christ


Additive Fertigung von Keramikenpdf-icon

TECHNISCHE KERAMISCHE WERKSTOFFE
Autor: Dr. Wolfgang Kollenberg


Herausgegeben von PROF. DR. JOCHEN KRIEGESMANN
Loseblattwerk, 8 Bände, ca. 9000 Seiten, Format DIN A5,
6 Aktualisierungen jährlich


Zusammenarbeit von Labor und Industriepdf-icon

Der erste Kontakt zwischen dem Labor Junglas und der Firma WZR im Jahr 2011 verlief vielversprechend: Die Unternehmensinhaber Ztm. Joachim Junglas und Dr. Wolfgang Kollenberg tauschten sich über Entwicklungsthemen aus und entdeckten gemeinsame Perspektiven. Dieses erste Treffen mündete in einer engen Zusammenarbeit.


Neuer Tigeltest für Feuerfestmaterialpdf-icon

Reaktionen zwischen Metallschmelze, Schlacke und Feuerfestmaterial führen zur Korrosion des Feuerfestmaterials und damit zum vorzeitigen Verschleiß und Versagen der Auskleidung. Bei der Lebensdauer feuerfester Materialien ist die Korrosion ein bestimmender Faktor. Um die damit verbundenen Kosten zu minimieren, ist es wichtig, die einzelnen Einflussfaktoren der Korrosion (Temperatur, Druck, Sauerstoffaktivität, Strömung und Dichte der Schmelze, Phasenbestand, Korngröße, Poren, Kornbildung des FF-Materials) zu kennen und möglichst zu quantifizieren. Da jedoch einige Parameter durch den Gießprozess selber vorgegeben sind (Schmelztemperatur des Metalls), ist die Auswahl der zu variierenden Parameter limitiert. Schlacke und Feuerfestmaterial müssen auf die Schmelze abgestimmt werden. Die Erfahrung zeigt, dass nicht die Schmelze sondern viel häufiger die Schlacke zum Verschleiß der Auskleidung führt.


Sinterschalen für den Dentalbereichpdf-icon – digital dental magazin Ausgabe 1 2015

Die von WZR hergestellten Sinterschalen für den Einsatz in Dentalöfen werden aus Aluminiumoxid (>99% Al2O3) hergestellt und eignen sich für Hochtemperatur-anwendungen bis zu 1500°C. Durch die hohe Porosität des Werkstoffes ist die Temperaturwechselbeständigkeit sehr gut. Durch den 3D-Druckprozess ist es möglich, die Schalen in Form und Größe zu variieren, sodass für jeden Kundenwunsch die passende Lösung gefunden werden kann. Da im 3D-Druck die Geometrien direkt aus den CAD-Daten aufgebaut werden, sind kleine Stückzahlen, unterschiedliche Bauteil-Varianten oder individuelle Beschriftungen fast ohne Mehraufwand umzusetzen.


Industrielle Fertigung von Keramik mit 3D-Druckpdf-icon

Die Additive Fertigung zieht auch in die Keramikindustrie ein. Für die industrielle Fertigung stehen heute Lithographie und 3D-Druck zur Verfügung. Für Anwendungen, bei denen nur geringe Stückzahlen benötigt werden, sind Additive Verfahren in jedem Fall wirtschaftlich. Nicht nur die Werkzeugkosten werden eingespart, auch die Lagerhaltung entfällt, und der Kunde kann wesentlich schneller und flexibler bedient werden. Der Begriff „Serienfertigung“ bekommt in der Additiven Fertigung eine neue Bedeutung. Es geht nicht mehr darum, möglichst viele gleiche Produkte herzustellen, um die Prozesskosten zu reduzieren, vielmehr steht die optimale Ausnutzung des Prozessraumes im Fokus. Der Bauraum eines 3D-Druckers kann unterschiedlichste Komponenten enthalten, man kann also von einer „Serienfertigung von Einzelteilen“ sprechen.


Keramik und Multi-Material 3D-Druckpdf-icon

Additive Fertigungsverfahren erwecken zurzeit ein großes Interesse. Das Lasersintern von Metallen steht unmittelbar vor der industriellen Serienfertigung. Stereolithografie kann heute bereits für die Herstellung von keramischen Bauteilen genutzt werden und bietet sich als Vorstufe zum Spritzguss an. 3D-Druck wird beispielsweise für die Fertigung angepasster Brennunterlagen, für Knochenersatz oder Designobjekte eingesetzt. Zu den Vorzügen der Additiven Verfahren zählt die Materialeffizienz: beim 3D-Druck können die nicht mit der Tinte bedruckten und verfestigten Pulveranteile ohne Verlust wiederverwendet werden. Mittels FDM oder 3D-Extrusion können endkonturnahe Keramik-Halbzeuge für die CNC-Bearbeitung gefertigt werden. Der Multi-Material 3D-Druck eröffnet völlig neue Anwendungsgebiete, da die Eigenschaften oder auch die Farbe eines Bauteils lokal verändert werden können. Durch den Einsatz Partikel gefüllter Tinten gelingt es dichte Gefüge zu erzeugen. Werden zusätzlich mehrere mit unterschiedlichen Partikeln gefüllte Tinten verdruckt, können Gefügeverstärkungen und Funktionalisierungen realisiert werden. Um den Anwendern auch eine langfristige Perspektive zu bieten, arbeitet WZR intensiv mit Kooperationspartnern daran, den 3D-Druck als industrielles Serienfertigungsverfahren für keramische Bauteile zu etablieren.