CerPrint®– keramischer 3D-Druck

Die Technologie des 3D-Drucks hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung durchlebt. Sei es die Anwendung für den Hobbykeller oder für komplexe Bauteile in der Industrie, der 3D-Druck hat mittlerweile seinen festen Platz eingenommen.

WZR nutzt das pulverbettbasierte 3D-Drucken von Keramik seit 2008 als Produktionsverfahren, um Bauteile für den technischen Einsatz herzustellen. Vor kurzem wurde die Marke CerPrint® für 3D-gedruckte Keramikbauteile durch WZR etabliert. Unter CerPrint® werden bei WZR alle unterschiedlichen Anwendungsbereiche des 3D-Druckens zusammengefasst. Nachfolgend sind unsere Tätigkeitsbereiche rund um CerPrint® etwas beschrieben.

CerPrint®– für technische Anwendungen
Sinterschalen
Sinterschalen

Die Eigenschaften von Keramiken wie Al2O3 eignen sich hervorragend für diverse technische Anwendungen. Sei es die elektrische Isolierung oder die gute Wärmeleitfähigkeit dieser Werkstoffe, in Verbindung mit den vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten des 3D-Drucks lässt sich so eine Vielzahl von Problemstellungen der Industrie in Angriff nehmen. Durch den Druckprozess entsteht eine poröse Al2O3-Keramik, deren Vorteile z.B. in der Hochtemperaturtechnik genutzt werden können.

Wir produzieren Bauteile ab Stückzahl 1, dafür brauchen wir lediglich die CAD-Daten unserer Kunden. Die Keramikteile besitzen relevante technische Eigenschaften, wie z.B. eine Temperaturbeständigkeit bis 1500°C, elektrische Isolationsfähigkeit oder eine chemische Resistenz gegen starke Säuren. Dabei arbeiten wir stets mit einer Maßhaltigkeit lt. DIN 40680-A-m.

Neben individuellen Druckaufträgen produzieren wir auch Serienbauteile wie z.B. unsere Sinterschalen für den Dentalbereich.
Ein neues Gebiet für WZR sind 3D-gedruckte Kerne für den Gießereibereich, welches in Zusammenarbeit mit der Firma Minerva bearbeitet wird.
Gerne nehmen wir Ihre Anfrage entgegen und finden zusammen mit Ihnen eine passende Lösung. Hierbei haben wir in der Regel eine Lieferzeit von 1-2 Wochen.

Für nähere Informationen zum Thema: 3D-Druck

 

CerPrint®– für Designobjekte
Designobjekt
Designobjekt

Neben technischen Anwendungen, nutzen mehr und mehr professionelle Designer das 3D-Druck Verfahren von WZR. Hierbei können hoch komplexe Strukturen erstellt und das Design individuell gestaltet werden.

Diese 3D-gedruckten Objekte lassen sich nach dem Sinterprozess noch weiter veredeln, indem die Oberfläche durch eine spezielle Glasur versiegelt wird. Auf diese Weise entstehen Oberflächen, die mit der von Porzellan vergleichbar sind. Diese hochwertige Haptik und Optik bietet sich besonders für Designobjekte und hochwertige Deko-Artikel an. Diese Oberfläche ist nicht mehr porös.

Die Umsetzung dieser Kombination aus Technologie und Kunst setzt WZR z.B. in Zusammenarbeit mit Studenten und Künstlern wie z.B. der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main in verschiedenen Projekten um.
Gerne stellen wir uns auch komplexeren Herausforderungen. Ihre Aufträge bearbeiten wir innerhalb einer Lieferzeit von 2-3 Wochen.

Unsere Druckdienstleistung können wir zurzeit leider nur Geschäftskunden anbieten. An einer Möglichkeit diese auch Privatkunden zugänglich zu machen wird aktuell gearbeitet.

 

CerPrint®– im Multi-Material 3D-Druck
Multimaterial
Multimaterial

Die Technologie hinter dem 3D-Druck lässt sich nicht nur für einzelne Materialien verwenden, sondern auch in einem gewissen Bereich dazu nutzen verschiedene Materialien zu kombinieren. Dieser Prozess wird bei WZR Multi-Material 3D-Druck genannt und beschäftigt sich mit der Entwicklung von Prozessen und Materialien, die es beispielsweise ermöglichen eine elektrisch leitfähige Struktur in einer isolierenden Keramik herzustellen. Dieses Verfahren ist von WZR patentiert, es werden Lizenzen zu deren Nutzung vergeben.

Eine weitere Anwendung dieses patentierten Verfahrens ist die Herstellung dichter Keramiken im 3D-Druckprozess.
Im Bereich Multi-Material 3D-Drucken hat WZR bereits erste Erfolge erzielen können, auf denen weitere Entwicklungsarbeiten aufgebaut werden.
Wir als WZR sind, auch was dieses Thema betrifft, ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen für die es eine Lösung zu finden gilt. Wir beraten Sie gerne bei Ihrer Problemstellung und erarbeiten mit Ihnen eine individuell angepasste Lösung.

 

CerPrint®-Pulvermischungen für den Eigengebrauch

Neben den Dienstleistungsangeboten von WZR im Bereich des 3D-Druckens, wo bereits seit Jahren keramische Bauteile für den technischen Einsatz und für Designteile hergestellt werden, bietet WZR seit kurzem auch die entsprechenden Rohstoffe für den 3D-Druck an.

Aufgrund der jahrelangen Erfahrung mit dem 3D-Drucken von Keramiken und der Weiterentwicklung der benötigten Rohstoffe, ist WZR heute in der Lage ausgereifte Pulver und die passenden Flüssigbinder Kombinationen zum Kauf anzubieten. Dies ermöglicht es Kunden, die einen geeigneten ZCorp. Pulverbettdrucker besitzen, selbst mit den speziellen keramischen Pulvern zu arbeiten.

WZR bietet eine Pulvermischung für technische Anwendungen an. Das Material wird als CerPrint® Alox-01 bezeichnet, es wird bei 1600°C gesintert und besteht anschließend aus einer reinen Keramik mit einem Al2O3-Gehalt von min. 99,5%. Daneben wird eine spezielle Mischung für das Drucken von Kunstobjekten angeboten, die als CerPrint® LT-01 bezeichnet wird. Die Sintertemperatur dieser Mischung liegt unter 1200°C, sodass günstige Öfen („Töpferöfen“) für das Brennen genutzt werden können. Zusätzlich besteht die Möglichkeit geeignete Glasuren für diese Kunstobjekte zu erwerben, um eine hochwertige Oberflächenqualität zu ermöglichen.

Passend zu den beiden Pulvermischungen hat WZR einen Flüssigbinder mit der Bezeichnung CerPrint® FB-76 entwickelt, der zusammen mit der Pulvermischung zu einem Verfestigen der gedruckten Bauteile führt.

Die Parameter zur Herstellung von Keramikteilen wurden in jahrelanger Entwicklung optimiert. Den CerPrint®-Produkten liegen Parameter-Sets für einen z310 und einen z510-Drucker bei. Die Parameter zur Trocknung und zur Sinterung werden ebenfalls mitgeliefert, sodass Kunden direkt nach Erhalt des Materials arbeitsfähig sind und nicht in langwierigen Testreihen passende Parameter finden müssen. Jede Pulvercharge wird mit einem Schwindungsfaktor ausgeliefert, da auch 3D-gedruckte Teile im Brand kleiner werden. Durch Skalieren der Bauteile mit diesem Faktor wird das passende Fertig-Maß erreicht.